Margrit Dürr

Was schätzt Du an Oper für Kinder?

Kinder gehen in die Oper, weil sie etwas Schönes erleben wollen, sie wollen Spaß haben. Es geht ihnen nicht darum, dass das hohe C genauso  ist, wie auf der CD. Wenn wir ihnen etwas Gutes zeigen, dann machen sie alles mit Begeisterung mit und das macht sehr viel Spaß.

 

Was ist Dir mal Lustiges auf der Bühne, am besten bei einer TOL-Produktion passiert.

Meine Kinder waren oft bei Proben dabei und manchmal dürfen natürlich auch sie als Zuschauerkinder bei einer Vorstellung auf die Bühne. Dabei hat meine damals 3-jährige Tochter Cosima, als ich ihr und den anderen Kindern erklären wollte, was sie tun soll, vorwurfsvoll und laut gesagt: „Mama, das weiß ich doch!“ Das ganze Publikum hat gebrüllt vor Lachen. 

 

Welches ist Deine Lieblingsoper (muss nicht TOL-Repertoire sein) und warum

Das ist schwer, aber vielleicht ist es „Die Traviata“. Das ist so schöne Musik und geht so sehr zu Herzen, obwohl die Handlung ein wenig merkwürdig ist. Für Kinder ist sie so jedenfalls nicht geeignet …  Oder doch? Wenn die Taschenoper sie ordentlich bearbeitet?  

 

 Was wolltest Du schon immer mal mitteilen? 
Ich finde, dass es sehr viel Spaß macht, auf der Bühne zu stehen und ich glaube, dass die Zuschauerkinder sich eigentlich genau vorstellen können, warum es so schön ist – schließlich spielen sie ja auch immer Prinzessin oder Pirat oder Pferd …

 

Wie bist Du Sänger / Musiker geworden? 

Na, eigentlich wollte ich in einer Punk-Band singen. Deshalb habe ich mit 17 Jahren angefangen, Gesangsunterricht zu nehmen. Das war der falsche Weg zu einer Punk-Sängerin, aber der richtige zur Oper.

 

Was machst du sonst noch?

Ich habe viele Jahre neben dem Gesang auch als Rundfunkjournalistin gearbeitet. Das ist nämlich auch ein wunderbarer Beruf.