Jenny Schäuffelen

Was schätzt Du an Oper für Kinder?

Ich spiele gern für oder mit Kindern, weil sie ein authentischeres Publikum als Erwachsene sein können; sie reagieren spontan, man merkt sofort, ob ihnen etwas gefällt, ob sie mit Spannung dabei sind oder sich langweilen. Von der Bühne aus in aufgeregte, nachdenkliche oder lachende Kindergesichter zu sehen ist einfach etwas ganz besonders Schönes!  

 

Welches ist Deine Lieblingsoper (muss nicht TOL-Repertoire sein) und warum?

Das ist ganz schwer zu beantworten für mich, denn was mir gerade für Musik besonders gefällt, ist abhängig von meiner Stimmungslage und der Lebenssituation, in der ich mich gerade befinde. 
 

Was wolltest Du schon immer mal mitteilen?

Oper ist für alle - man muss sich nur einfach mal ran und rein trauen!!! 

 

Wie bist Du Musikerin geworden?

Ich spiele seit meinem 5. Lebensjahr Klavier, Musik ist, seit ich denken kann, eine der schönsten und wichtigsten Sachen in meinem Leben. Mit 12 oder 13 Jahren war mir klar, dass ich Musikerin werden möchte - ich hatte gemerkt, dass man mit Hilfe eines Musikinstruments Dinge sagen kann, die mit Worten einfach nicht auszudrücken sind.
Zum Akkordeonspielen kam ich, weil mein Nachbar seiner Frau zu Weihnachten ein kleines Akkordeon schenken wollte, es bei mir bis zum Feiertag unterstellte und sagte: "Kannst auch mal ausprobieren, wenn Du willst." Das habe ich dann auch getan - und nicht mehr aufgehört... 
 

Was machst du sonst noch?

Ich habe mein Hobby zum Beruf gemacht - das nimmt einen Großteil meiner Zeit ein. Wenn ich nicht musiziere, verbringe ich die meiste Zeit mit meinem Mann und meinem kleinen Sohn. Aber ich habe auch noch eine andere Leidenschaft - das ist Orientalischer Tanz, ich trainiere regelmäßig und genieße es, mich auch mal zur Musik zu bewegen, anstatt sie selber zu machen.

 

Was ist Dir auf der Bühne einmal Lustiges passiert?

Meistens sind die Sachen, die hinterher lustig sind, leider erstmal peinlich. Ich bin schon mal gestolpert und hingefallen, mir ist schon mal der Reißverschluss von meinem Kleid kaputt gegangen, und natürlich erlebt man im Laufe der Zeit jede Menge Patzer, über die man auch irgendwann lachen kann.

 

Was wolltest Du schon immer mal mitteilen?

Ich finde es ganz toll, dass ich Musikerin sein darf, ein Beruf, der auf den ersten Blick nicht so wichtig fürs Leben zu sein scheint wie z.B. Bäcker oder Lehrer oder Ärzte es sind. Aber Musikerin zu sein, sichert eben nicht das Überleben, sondern es nährt die Seele und die Phantasie der Menschen. Und bei näherem Hinsehen ist das für die Qualität des Lebens mindestens genauso wichtig.
Ich bin meinen Eltern, meinen verschiedenen Lehrern, Freunden und Unterstützern sehr dankbar, dass sie mich auch in Phasen, in denen ich aufgeben wollte, immer wieder motiviert haben weiterzumachen.